Haselgrund Nachrichten

Familie Ahmad Ahmad sagt den Viernauern „Danke“

Ahmad_AhmadWir sind eine syrische Flüchtlingsfamilie, die wegen des Krieges in Syrien nach Deutschland geflüchtet ist. Wir leben hier in Viernau bei Euch seit 9 Monaten und haben alles Gute gefunden. Es gibt keine Wörter, unsere Empfindungen zu schreiben und beschreiben. Es ist auch sehr schwierig und kompliziert in weniger Zeit alles auf einem Zettel zu erklären.

Abgekürzt kann ich sagen:

  • Sie war sehr nett zu uns.
  • Sie war sehr freundlich zu uns.
  • Sie haben uns alles über die Menschlichkeit gezeigt.

Wir danken jedem, der uns geholfen hat. Wir danken jedem, der uns seine Hände geöffnet hat. Wir danken insbesondere:

  • Frau Gabi Ballnus
  • Frau Waldow
  • Frau Brigitte Emmrich
  • Herrn Mathias Emmrich

Singende Frauen feiern Geburtstag

Man mag es kaum glauben, aber in diesem Jahr feiern wir den 25. Geburtstag unseres Frauenchores. Unter der Leitung von Christine Rademacher starteten 15 sangesfreudige Damen das Abenteuer Chorgesang. Schon bald übernahm Monika Marr das Dirigat, bildete sich weiter und erhielt 1996 ihren Chorleiter-Abschluss an der Musikschule Weimar.

Als Vertretungschorleiterinnen fungierten Corinna Albrecht und Christine Rademacher.
Zum Vorstand der Gründungszeit gehörten Christine Rademacher, Irene Keiner, Gisela Henkel und Corinna Albrecht. Unser Chor wurde im Dezember 1993 in den Thüringer Sängerbund aufgenommen und zählte zu dieser Zeit bereits 24 Mitglieder.
Beim Blättern in der Chronik findet sich eine beachtliche Zahl von Auftritten, wie z.B.:
1994 – Volkskunstfest in der Kühndorfer Schlossscheune, 1997 – Daniel-Elster-Wettbewerb in Meiningen (mit einem hervorragenden 3. Platz!), 2005 – Landessängerfest in Eisenach, 2006 – Herbert-Roth-Gala im CCS Suhl, 2007 – Unterfränkisches Volksmusikfest in Höchheim, 2010 – 725-Jahr-Feier Viernau, 2011 –Benefiz-Gala zugunsten der Palliativstation des Elisabeth-Krankenhauses Schmalkalden, 2015 –Landesgartenschau in Schmalkalden.
Gemeinsam mit dem örtlichen Männerchor gestalteten wir Adventskonzerte in der Viernauer Kirche, Konzerte in der Haseltalhalle Steinbach-Hallenberg sowie unsere Chorjubiläen.

Von Anfang an wurden neben dem Chorgesang Humor und Geselligkeit groß geschrieben.Und so kam auch der Frauenchor am Viernauer Karneval nicht vorbei. Im Jahr 1995 begannen wir unsere „Karriere“ im Karnevalsumzug als singende Nonnen , angelehnt an den Film „Sister Act“. Seitdem begleitet uns „Rock my soul“ quasi als Vereinshymne.Legendär sind unsere Beiträge zu den Brauchtumsfesten in der „Alten Schmiede“ und zu den Mundartabenden der Heimatstube.

Auch außerhalb der Chorproben ist es bei uns nie langweilig. Egal, ob Busfahrten (z.B. in Viernaus französische Partnerstadt Montgeron), Wandertage (auch wenn die Laufstrecken teilweise durch den PKW ersetzt werden) oder Gartenfeste (Doris Huhn ist hier eine Institution) – es macht einfach Spaß, dabei zu sein. Und selbstverständlich bekommt jedes Chormitglied ein Gratis-Musik-Kultur-Programm zu runden Geburtstagen oder sonstigen Jubiläen.
Besonders freuen wir uns, dass einige Frauen aus den Nachbarorten unseren Chor verstärken, so dass dieser sich im Vergleich zum Gründungsjahr zahlenmäßig verdoppeln konnte ( 27 aktive Sängerinnen und 3 fördernde Mitglieder ).

Wir sind dankbar für 25 Jahre fruchtbare Chorarbeit mit allen Höhen und Tiefen und möchten diesen Dank weitergeben an unsere langjährige Chorleiterin Monika Marr, die für die Musik lebt und uns immer wieder zu motivieren versteht.

Sollte jemand beim Lesen des Artikels Lust auf Chorgesang bekommen haben: wir proben immer montags ab 19.00 Uhr und freuen uns über jeden Neuzugang!

Thea Ehrlein, Frauenchor Viernau

Wir bitten nochmals um ihre Unterstützung

Ende Mai ist auch für die letzte Flüchtlingsfamilie der Tag der Verabschiedung von Viernau gekommen. Familie Ahmad die inzwischen Familienzuwachs, von Klein – Tarek, bekommen hat zieht in die Landeshauptstadt um. Auch diese Wohnung ist unmöbliert und hat keinerlei Küchenausstattung. Wir wollen der Familie den Start erleichtern und möchten Spenden sammeln in Form von

  • Hausrat (Geschirr, Töpfe, Kaffeemaschine, Mixer, Bügeleisen u.s.w.)
  • Heimtextilien (Betten, Decken, Bettwäsche, Handtücher, Geschirrtücher u.s.w.)
  • Reinigungsutensilien (Eimer, Besen u.s.w.)

und ganz wichtig Matratzen zum Schlafen !
Vielleicht kann ein kleines Mädchen ein paar Spielsachen entbehren und Rian (3 Jahre) mit auf die Reise geben. Sie würde sich sehr freuen. Tarek ist Ende April geboren und kann noch viele Sachen gebrauchen.

Mit Worten aus China

„Gegenseitige Hilfe macht selbst arme Menschen reich“

sagen wir im Vorfeld schon einmal Dankeschön, für ihre Mithilfe, im Namen der Familie Ahmad.

Spenden nehmen wir in der Woche vom 23.05. – 27.05.2016 im Rathaus in Viernau entgegen.

RENNSTEIG wird offizieller Förderer des Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland

Alljährlich werden die bei RENNSTEIG eingehenden Weihnachtspräsente von Lieferanten und Kunden gesammelt und zu Beginn des Jahres bei einer Tombola an unsere Mitarbeiter verlost. In diesem Jahr hatte Rene Dambon, Assistentin der Geschäftsleitung, die Idee, dies mit einer Spendenaktion zugunsten des Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland zu verbinden. Dabei wurde kein Preis pro Los festgelegt, sondern alles basierte auf freiwilliger Beteiligung und unsere Mitarbeiter durften selbst entscheiden, ob und welchen Betrag sie spenden wollten. Insgesamt kamen so knapp 1.200 € zusammen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Spender. Begeistert von der Spendenbereitschaft der Mitarbeiter verdoppelte das Unternehmen die Summe, so konnten 2.400 € bereitgestellt werden.

„Das Sterben von Kindern ist ein Thema mit Berührungsängsten. Die hatten auch wir, als wir mit dem Spendenscheck in der Tasche zu unserem ersten offiziellen Termin ins Kinder- und Jugendhospiz nach Tambach-Dietharz fuhren“, erzählt Katrin König, Betriebsratsvorsitzende bei RENNSTEIG. „Was wir dann vor Ort erfahren und erleben durften, hat uns tief beeindruckt und stark berührt“, schildert Sascha Zmiskol, Geschäftsführer von RENNSTEIG, seine Eindrücke.
Das Objekt liegt in einer traumhaften Lage am Waldrand, ist hell und äußerst geschmackvoll eingerichtet und vollkommen darauf ausgerichtet, unheilbar kranke Kinder gemeinsam mit ihren Familien für eine gewisse Zeit aufzunehmen, zu unterstützen und zu begleiten. Dabei geht es nicht wie in einem Krankenhaus nur um den Patienten, sondern die Familie wird als Ganzes betrachtet und die Therapie schließt sowohl die Eltern als auch die Geschwisterkinder mit ein. Ein sehr engagiertes Team aus medizinisch und fachlich gut ausgebildetem Personal und ehrenamtlichen Unterstützern möchte in schwierigen Situationen ein Gefühl von Ruhe, Geborgenheit und Zuversicht vermitteln. Die betroffenen Familien dürfen Hilfe erfahren, können untereinander Erfahrungen austauschen, sich gegenseitig ermutigen, besondere Momente gemeinsam genießen, einfangen, speichern, davon zehren und so Kraft tanken für die Zeit, die noch kommt. Die liebevolle Pflege des schwerkranken Kindes steht gemeinsam mit einer nachhaltigen Stärkung und Verbesserung der Lebensqualität der gesamten Familie im Mittelpunkt aller Bemühungen.

Die von den Krankenkassen übernommenen Leistungen decken dabei leider nur einen Bruchteil der Kosten dieser visionären und dennoch zutiefst menschlichen Auffassung von Betreuung und Förderung. Darum bedarf es jährlich der vielfachen finanziellen Unterstützung privater Spender und Initiativen. „Wir konnten uns eindrucksvoll davon überzeugen, wie kreativ, sinnvoll und vielfältig die für die Einrichtung wichtigen Spendengelder einsetzt werden und wollen zukünftig auch in unserem Unternehmen nach Möglichkeiten suchen, dieses Projekt dauerhaft und nachhaltig zu unterstützen“, versichert Sascha Zmiskol.

Übergabe des Spendenschecks in Tambach-Dietharz, v.l.n.r., Katrin König, Vorsitzendes des Betriebsrates Fa. RENNSTEIG, Emanuel Cron, Kommunikation, Fundraising & Presse im Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland, Sascha Zmiskol, Geschäftsführer Fa. RENNSTEIG
Übergabe des Spendenschecks in Tambach-Dietharz
v.l.n.r., Katrin König, Vorsitzendes des Betriebsrates Fa. RENNSTEIG, Emanuel Cron, Kommunikation, Fundraising & Presse im Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland, Sascha Zmiskol, Geschäftsführer Fa. RENNSTEIG

 

 

Ein Dankeschön an die Viernauer…

Liebe Einwohner von Viernau,

wir verbrachten 6 Monate in diesem schönen Dorf und haben gerne hier bei Ihnen gelebt. Heute müssen wir Lebwohl sagen, weil wir nach leipzig umziehen, um dort zu leben. Es wird für uns nicht leicht, diesen Ort und seine Menschen zu verlassen. Wir mögen Sie, denn Sie haben uns immer geholfen und waren immer nah bei uns.

Danke für die Gastfreundschaft und Großzügigkeit uns gegenüber!

Liebe Frau Ballnus, Silvia, Brigitte, Matthias, Silke Sauer, Herr Hellmann, Helena Bauer und Frau Recknagel – Sie haben uns die Bedeutung von Menschlichkeit trotz religiöser und ethnischer Unterschiede gezeigt. Danke an alle, dass Sie uns geholfen haben, unser neues Leben zu beginnen.

Wir werden Sie nicht vergessen und in Kontakt bleiben. Wir wünschen Ihnen alles Gute und Glück!

Die Familie Abdulghani Ghannoom und Rim Khaled mit Alma und Suad Ghannoom.

VG will von Rücklage zehren

Gute Nachricht für die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft „Haselgrund“: Die VG-Umlage sinkt.

Quelle: Südthüringer Zeitung / Freies Wort vom 3. März 2016 – Text: Bernd Götte

Viernau – „Wir können die VG-Umlage von 115 auf 107 Euro pro Einwohner der Mitgliedsgemeinden senken“, teilte VG-Vorsitzender Ralf Liebaug während der Verbandsversammlung den Gemeinden mit. Durch diese Umlage finanzieren die selbstständigen Gemeinden die Arbeit der VG. Grund für die Entlastung ist, dass sich im Vorjahr der Rücklagenbestand der VG von 100 568 Euro auf 120 535 Euro erhöht hat. Damit könne man die Verwaltungsumlage stützen, schlug
Liebaug vor. Als gesetzliche Mindestrücklage müsse man ohnehin nur 17 600 Euro vorhalten. Die Mehreinnahmen der VG würden so an die Mitgliedsgemeinden durchgereicht.

Investitionen – die bei einer Verwaltungsgemeinschaft ohnehin nur eben im Verwaltungsbedarf getätigt werden können – seien nicht geplant. Kämmerin Heidrun Semineth erläuterte die Einzelposten des Haushaltes. Das Gesamtvolumen des Haushalts beträgt 905 150 Euro. Es liegt damit um 6300 Euro höher als
im Vorjahr. Davon entfallen 724 500 Euro auf die Personalkosten, die sich auf 13,525 Stellen verteilten. Liebaug wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass man mit der Reduzierung des Stellenplans „an die Schmerzgrenze“ gegangen sei.

An Sachkosten sind laut Semineth 140 650 Euro angefallen, das waren 15 000 Euro mehr als im Vorjahr. Die Kostenerhöhung wurde verursacht durch einmalige Ausgaben für Honorare von Sachverständigen für die Erstellung eines Datenschutzkonzeptes für die Verwaltung und für die Bewertung des Straßennetzes aller Mitgliedsgemeinden. Des Weiteren sind für dieses Jahr 2000 Euro Geschäftsausgaben für die Bürgermeisterwahlen veranschlagt. Mieten und Pachten schlagen mit 43 550 Euro zu Buche, für Geschäftsausgaben und Versicherungen sollen 65 650 Euro aufgewandt werden. Die Ausgaben für das Thüringer Erziehungsgeld sind mit 40 000 Euro im Haushalt veranschlagt.

An Einnahmen stehen der VG als größter Posten die Verwaltungsumlage in Höhe von 600 300 Euro zur Verfügung. Damit sinkt die Umlage insgesamt um rund 54 000 Euro. Das Rechnungsergebnis für das Jahr 2015 sei ausgeglichen und fiele im Vergleich mit dem Haushaltsansatz sogar günstiger aus. So wurden bei den Personalausgaben sogar 30 500 Euro eingespart, was auch darauf zurückzuführen sei, das die vakante Stelle des Gemeinschaftsvorsitzenden erst zum 1. Juni wieder neu besetzt worden war.

Weniger positiv fiel Semineths Blick auf die Bevölkerungsentwicklung aus: Im vergangenen Jahr ist die Bevölkerungszahl um 98 auf 5563 gesunken. Im Vergleich mit dem Jahr 2004 betrage der Rückgang im Haselgrund sogar 861 Bewohner.

Der Haushalt wurde einstimmig angenommen und fand einhelliges Lob. „Es ist nicht üblich, dass Umlagen gesenkt werden. Hier wird effektiv mit den Personalausgaben umgegangen“, zeigte sich der Unterschönauer Bürgermeister Rigobert Höchenberger unter dem Beifall seiner Kolleginnen und Kollegen in der Verbandsversammlung dankbar.

Abschließend ging Liebaug nochmals kurz auf die geplante Gebietsreform ein. Zur Vorbereitung sollen jetzt die Vermögen der Mitgliedsgemeinden und der Stadt Steinbach-Hallenberg bewertet werden. „Die Gebietsrefom wird nichts an der mageren Finanzausstattung der Gemeinden ändern“, prophezeihte er. Sinnvoller sei es, die kommunalen Finanzen auf andere Beine zu stellen und den kommunalen Finanzausgleich zu überarbeiten.

Nach einer knappen halben Stunde war die Versammlung beendet.

Stellenausschreibung Sachbearbeiter/in Bauverwaltung

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n teilzeitbeschäftigte/n Sachbearbeiter/in mit 20 Std./Woche für die Bauverwaltung, Abteilung Hochbau.

Ihre Aufgaben:

  • Organisation der Gebäudeunterhaltung einschl. laufender baulicher Instandhaltung der Gebäude und ihrer haus- und betriebstechnischen Anlagen und Einrichtungen
  • Bereitstellung, Betrieb und Unterhaltung von gemeindeeigenen Räumen einschl. Mietvertragserstellung, Mietfestsetzung und Abrechnung variabler Mietnebenkosten der gemeindeeigenen Wohnungen
  • Verwaltung der verpachteten Gemeindegrundstücke
  • Vorbereitung von Vergabeunterlagen für Submissionen nach VOL/VOB
  • Erteilung von Aufträgen sowie Verwaltung von Wartungsarbeiten
  • Auskünfte über Bebauungspläne und Baulasten
  • Beschaffungswesen sowie Übernahme von Vertretungen in den Bereichen Liegenschaften

Anforderungsprofil:

  • abgeschlossene Ausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten oder vergleichbare anerkannte Ausbildung / Qualifizierung
  • ein sicherer Umgang mit MS-Office und allen modernen Kommunikationsmitteln, bevorzugt Dokumentenverwaltungssystem Regisafe
  • Führerschein Klasse B
  • Als persönliche Voraussetzungen werden neben Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein auch Eigeninitiative, Durchsetzungsfähigkeit, Verhandlungsgeschick, strukturiertes Arbeiten und sehr gute Kommunikationsfähigkeit erwartet.
  • Wünschenswert sind Kenntnisse und Erfahrungen in der öffentlichen Verwaltung, insbesondere in der Bauverwaltung.

Die Vergütung der Stelle richtet sich nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD).

Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt berücksichtigt. Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen richten Sie bitte bis 29.02.2016 an die

Verwaltungsgemeinschaft  „Haselgrund“
z.Hd. des Gemeinschaftsvorsitzenden
Forststraße 16
98547 Viernau

Der Eingang der Bewerbung wird nicht schriftlich bestätigt. Bewerbungen per E-Mail bitte nur im pdf-Format als eine Datei an
hauptamt@vg-haselgrund.de senden. Im Falle der schriftlichen Bewerbung bitten wir darum, uns lediglich Kopien einzureichen, da wir Bewerbungsunterlagen nach Abschluss des Verfahrens nicht zurücksenden können. Nicht berücksichtigte Bewerbungen werden 6 Monate nach Ablauf der Bewerbungsfrist vernichtet. Bewerbungskosten und Kosten für Vorstellungsgespräche werden nicht erstattet. Ihre Fragen beantwortet Ihnen Herr Liebaug, Gemeinschaftsvorsitzender und Leiter des Hauptamtes.

Viernau, den 22.01.2016

 

gez. Liebaug
Gemeinschaftsvorsitzender

Foto: flown  / pixelio.de

Wer kann helfen ?

Im Dezember berichtete Familie Ghannoom von ihrer Flucht aus Syrien nach Deutschland und den ersten Monaten hier bei uns in Viernau. Nun ist es soweit, die Familie erhielt ihren Aufenthaltstitel und bemüht sich seitdem intensiv um Wohnraum und Arbeit in Leipzig. Ende Februar wird der Umzug stattfinden. Sie beziehen in Leipzig eine kleine 2-Raum-Wohnung in der Nähe von Verwanden und Landsleuten aus Syrien. Da die Familie eigentlich nur ihre Kleidung und einige wenige Möbelteile (Kinderbett und Wickeltisch von Klein-Alma) besitzt, bitten wir um Unterstützung. Es werden Sachspenden wie z.B.

  • Hausrat ( Geschirr, Töpfe, Kaffeemaschine, Mixer, Wasserkocher, Bügeleisen u.s.w.)
  • Heimtextilien (Bettwäsche, Decken, Handtücher u.s.w.)
  • Reinigungsutensilien (Eimer, Besen u.s.w.)

gebraucht.
Vielleicht können Sie das Eine oder Andere entbehren und die Familie bei ihrem Neustart in Leipzig unterstützen.

Mit den Worten von Margarete Seemann

„Dem anderen helfen, wo man kann so fängt die eigne Freude an“

sagen wir im Namen der Familie Ghannoom schon einmal Danke und freuen uns auf ihre Mithilfe.

Ein Dankeschön an die Viernauer Bürger II – von Ahmad Ahmad

2Sehr geehrte Damen und Herren,

ich heiße Ahmad Ahmad aus Syrien. Ich bin Arzt von Beruf und 35 Jahre alt.

Am Anfang möchte ich über die Situation in Syrien erzählen:
Das Leben in Syrien vor dem Krieg war sehr schön – jedoch gab es keine Meinungsfreiheit – seit 2011 hat sich die Situation verändert. Man hat begonnen, gegen Al Asaad und sein Regime zu demonstrieren – aber ohne Waffen. Dann hat Al Asaad die Waffen gegen die Bevölkerung benutzt.

Als die Demonstrationen begannen, musste ich die Stadt verlassen und mit meiner Familie in das Dorf meiner Eltern fahren. Das Dorf liegt an der Grenze der Türkei. Dort habe ich zeitweise gearbeitet und musste dann wegen der gefährlichen Situation mit meiner Familie in die Türkei reisen. Aber das Leben in der Türkei war sehr schwer ohne Arbeit, deshalb haben wir entschieden, nach Europa zu gehen.

Meine Gründe für die Flucht sind, weil ich als Arzt Menschen helfen und meiner Familie eine Zukunft in Frieden bieten möchte.

Situationen der Flucht:
Unsere schwere Reise aus der Türkei nach Griechenland über das Meer dauerte 12 Stunden – das war sehr schrecklich und gefährlich. Von Griechenland ging es in Fußmärschen nach Mazedonien – danach Serbien, Ungarn und endlich mit dem Bus nach Deutschland – nach 2 Wochen sind wir in Deutschland angekommen.

Seit 3 Monaten sind wir in Viernau – und hier in Deutschland allgemein und in Viernau besonders, bieten viele Menschen ihre Hilfe an. Man ist freundlich und respektiert uns.

Wir danken tausend Mal dafür!

Mit freundlichen Grüßen

Ahmad Ahmad

Ein Dankeschön an die Viernauer Bürger – von Abdulghani Ghannoom

1Liebe Einwohner von Viernau,

wie Sie wahrscheinlich wissen, kamen wir am 01.09.2015 nach unserer Flucht aus Syrien in Ihrem schönen Dorf an. Wir suchen ein Leben in Frieden und liefen davon vor Terrorismus und dem sinnlosen Bombardieren von Zivilisten in kleinen und großen Städten. Unser eigenes Haus wurde verschiedene Male angegriffen und schließlich zerstört.

Wir haben uns dafür entschieden, in ein sicheres Land zu gehen, wo die Menschenrechte respektiert werden und wo wir unsere Zukunft aufbauen und unseren Kindern ein besseres Leben bieten können.

Unsere Reise begann in Syrien, dann folgten die Türkei, eine der griechischen Inseln, Mazedonien, Serbien, Ungarn, Österreich und schließlich erreichten wir Deutschland. Die Reise war sehr anstrengend und gefährlich, besonders das Stück von der Türkei nach Griechenland. Wir fuhren auf einem Luftkissenboot, welches für die Beförderung von 35 Passagieren zugelassen war, aber 62 Menschen, darunter viele Kinder, an Bord hatte. Das Boot ging kaputt und wir mussten mitten auf dem Meer stoppen. Wir sind fast ertrunken – glücklicherweise wurden wir von einem holländischen Touristenschiff gerettet.
Während unserer langen Reise waren wir gezwungen, im Wald zu schlafen und viele Stunden ohne Nahrung und Wasser zu laufen.

Wir erreichten die deutsche Grenze am 06.08.2015, wo wir von der Polizei in Empfang genommen wurden, die uns sagte, dass wir in Deutschland sind. Man bat uns höflich, den Polizisten zu folgen und ihnen einige Fragen zu beantworten. Die Polizei brachte uns zur Flüchtlingsbehörde in München. Wir waren so geschockt von der riesigen Anzahl an Flüchtlingen unterschiedlicher Nationalitäten. Dort verbrachten wir zwei Tage damit, auf die Entscheidung zu warten, wo wir hingeschickt werden würden. Dann brachte man uns nach Isenburg, wo wir 5 Tage blieben und schließlich kamen wir für 2 Wochen nach Suhl ins Lager.

Die Situation in den Lagern war nicht toll in Hinsicht auf Unterbringung und allgemeine Hygiene. Die riesige unerwartete Anzahl von Immigranten aus unterschiedlichen Ländern ließ bessere Bedingungen nicht zu. Das Personal in den Lagern und die Mitglieder des DRK haben ihr Bestes getan, um zu helfen und unsere Bedürfnisse an Nahrung und Unterkunft so gut wie möglich zu befriedigen.

Anfang September wurden wir nach Viernau gebracht, wo wir gemeinsam mit zwei anderen Familien in einer Wohnung untergebracht sind. Die Situation hier war viel besser als in vorherigen Lagern. Wir waren gerührt von der Hilfe, die wir von den für uns Verantwortlichen und von der Bevölkerung erhielten. Die Leute von Viernau waren und sind hilfsbereit, fürsorglich, großzügig und mitfühlend.

Einige der besten Punkte sind:

  • das wir uns den Einwohnern vorstellen konnten und wir uns mit ihnen treffen
    können,
  • dass man uns beim Erlernen der deutschen Sprache hilft,
  • dass man uns oft besucht und sich mit uns unterhält,
  • dass man uns in die Dorfgemeinschaft aufnimmt, uns an Aktivitäten teilhaben
  • lässt und uns nicht wie Fremde behandelt,
  • dass man nach unseren Bedürfnissen fragt und uns hilft, wo man kann.

Wir haben die Leute dieses Dorfes gern und haben wirklich Freunde hier gefunden. Wir fühlen uns nicht einsam oder isoliert. Wir haben keinerlei schlechte Erfahrungen oder Erlebnisse gehabt und jeder begegnet uns freundlich und respektiert uns. Wir werden uns immer an die Viernauer Bevölkerung erinnern, auch wenn wir an einen anderen Ort gehen. Wir werden Viernau und seine großherzigen Menschen niemals vergessen.

Danke an die Bevölkerung, die Caritas, Herrn Hellmann, Frau Ballnus, Silvia Plew, Brigitte und Matthias Emmrich, Frau Sauer und alle, deren Namen ich nicht kenne.

Abdulghani Ghannoom